Parodontologie


Begünstigende Faktoren für die Entstehung einer Parodontitis ist das Vorhandensein von Plaque (Zahnbelag), genetischen Faktoren, Rauchen und Stressfaktoren.

Die Therapie erfolgt durch eine Mundhygieneinstruktion und Anpassung der Mundhygieneartikel sowie einer Entfernung aller harten und weichen Zahnbeläge oberhalb und unterhalb des Zahnfleisches.

Im Allgemeinen entfernt der parodontologisch arbeitende Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin (in der Schweiz) diese Beläge ohne Sicht; das bedeutet, das Zahnfleisch wird nicht abgehoben, sondern man geht mit geeignetem Instrumentarium in die entstandene Zahnfleischtasche und entfernt die Beläge nur durch das Tastgefühl.

Die Behandlung erfolgt natürlich unter Betäubung. In manchen Fällen ist eine chirurgische Behandlung, ein sog. offenes Vorgehen notwendig, z.b. bei starken Wurzeleinziehungen oder sehr tiefen Taschen, dazu werden sie in einer im Vorab erfolgendenden Kontrollsitzung besonders hingewiesen.

Der Parodontologe oder parodontologisch arbeitende Zahnärztin wird dann mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffes arbeiten. Hierbei wird das Zahnfleisch vom Knochen gelöst und so unter Sicht der Zahnstein entfernt und die Tasche ggf. aufgefüllt.  

Das Ziel ist, möglichst eine Schrumpfung der Gingiva und Abbau des Alveolarknochens zu verhindern. Man versucht, die Taschen zu eliminieren und die Bakterienflora positiv zu beeinflussen, wobei der krankhafte Prozess jedoch meist nur gestoppt, aber nicht rückgängig gemacht wird.

Weit fortgeschrittene Zahnbettzerstörungen, durch deren Vorhandensein der betroffene Zahn in seiner Erhaltung gefährdet ist, können unter Umständen durch besondere parodontologische Maßnahmen therapiert werden:

Die "regenerative Parodontalchirurgie" bietet die Möglichkeit, verlorengegangenen Zahnbettknochen durch Auffüllung mit geeigneten Knochenersatzmaterialien (z. B. Knochenmineral) zu ersetzen und funktionell wieder herzustellen. Zähne, die bereits durch Knochenabbau infolge Parodontitis gelockert sind, können je nach Ausgangsbefund dennoch langfristig erhalten werden.


Hier können Sie den Parodontitistest der kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung machen.

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Auch die kassenzahnärztliche Bundesvereinigung bietet eine gute Übersicht zu diesem Thema.

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